Der Gang zur Toilette
Eine der größten Herausforderungen für viele behinderte Menschen, die fliegen, stellt der Gang zur Toilette dar. Die Maschinen sind eng und der Komfort an Bord ist keinesfalls mit den Gegebenheiten am Boden zu vergleichen.
Die Flugbegleiter sind Ihnen sicherlich auf dem Weg zur Toilette behiflich. Wenn Sie blind sind, führen die Fluggleiter gerne zur Toilette, wenn Sie darum bitten. Wenn Sie körperbehindert sind unterstützen sie Sie ebenfalls. Aus rechtlichen und hygienischen Gründen sind die Flugbegleiter aber nicht für Assistenzleistungen beim Toilettengang verantwortlich: Sie heben Sie nicht auf die Toilette und helfen Ihnen auch nicht bei der Reinigung. Hierfür sind Sie selbst verantwortlich. Das heißt, Sie müssen gegebenenfalls mit Begleitung reisen.
Die Toiletten im Flugzeug sind sehr eng, noch enger als eine normale Toilettenkabine. Das hat aber den Vorteil, dass man kaum umfallen und sich gut festhalten kann. Rollstuhlfahrer, die nicht gehen können werden mit dem Bordrollstuhl zur Toilette gebracht. Auf Kurz- und Mittelstrecke-Flügen in Europa sind meist keine Bordrollstühle an Bord, das heißt Rollstuhlfahrer können auf diesen Flügen nicht zur Toilette gehen. Oft kommt man nur frontal vor die Toilette, ein seitliches Anfahren ist nicht möglich. In manchen Flugzeugen ist es möglich, den Toilettenraum zu erweitern. Fragen Sie schon bei der Buchung danach! Manchmal ist es aber schon hilfreich, die Tür offen zu lassen und die Sicht mit Vorhängen zu versperren. Bitten Sie dann die Flugbegleiter vor dem Vorhang zu warten und darauf zu achten, dass kein anderer Passagier hinein kommt.


