Indien verpflichtet Fluggesellschaften zu mehr Barrierefreiheit
Der indische Staat will die Fluggesellschaften zu mehr Barrierefreiheit verpflichten. Den Fluggesellschaften soll untersagt werden, Geld für die Nutzung von Rollstühlen sowie Assistenz von Passagieren mit Behinderungen zu verlangen.
Einige Fluggesellschaften verlangen von ihren behinderten Kunden bis zu 500 Rupien (rund 8 Euro) für die Nutzung von Rollstühlen. Die Fluggesellschaften argumentieren, dass sie sich damit vor Missbrauch und unnötiger Anforderung des Service schützen.
Die neuen Regelungen sollen die Fluggesellschaften jetzt verpflichten, Rollstühle kostenfrei anzubieten, behinderte Passagiere als Erste ins Flugzeug zu lassen, ihnen die Wahl bei den Sitzplätzen zu geben, sie nicht anderweitig zu diskriminieren und die Piloten darüber zu informieren, wenn sich Passagiere mit Behinderungen an Bord befinden.
Die neuen Regelungen spalten die Luftfahrtindustrie Indiens. Einige Fluggesellschaften sind bereit, den neuen Regelungen Folge zu leisten, andere haben angekündigt, sich gegen die Bestimmungen zu wehren. Die Behörden haben bekannt gegeben, wenn die Regelungen in Kraft getreten seien, würden sie die Fluggesellschaften dazu zwingen, sie umzusetzen.


